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Hessischer Staatspreis anlässlich der Eröffnung der Tendence 2017 überreicht

24.06.2017

Eine Messe mit langer Tradition – ein Preis mit langer Tradition

Das Kunsthandwerk ist eine Disziplin mit Tradition – und ebenso ist es Tradition, dass der Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk auf der internationalen Konsumgütermesse Tendence in Frankfurt überreicht wird. Der Preis honoriert zum 67. Mal herausragende handgefertigte Unikate und ist insgesamt mit 8.500 Euro dotiert. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Tendence erhielten zwei Kunstschaffende den Staatspreis. Der erste Preis ehrt die Holzarbeiten von Hubert Steffe. Der zweite Preis geht an Manfred Braun und seine Leuchtobjekte. Zum zweiten Mal verleiht die Jury außerdem einen Förderpreis, der in diesem Jahr gleich zweifach vergeben wird: an Mareike Beer und Saerom Kong. Während der Tendence werden die Gewinnerprodukte im Rahmen der Ausstellung „FORM 2017 – Form aus Handwerk und Industrie“ in der Halle 9.0 gezeigt.

Die Mitglieder der vierköpfigen Jury sind in diesem Jahr Susanne Stöck, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der HA Hessen Agentur, der Kunstsammler Jens Tietz, die Galeristin Rosemarie Jäger sowie Britt Fröse von der Handwerkskammer Wiesbaden.

Im Anschluss an die Eröffnung der Tendence 2017 wandte sich Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, in seiner Begrüßungsrede an die diesjährigen Preisträger: „Sie alle schaffen Einzigartiges mit Ihren Händen. Damit leisten Sie einen herausragenden Beitrag zur gestalterischen Vielfalt – sowohl zur Produktvielfalt allgemein als auch zur Vielfalt auf unseren Messen.“

Dr. Bernadette Weyland, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium der Finanzen, überreichte anschließend den Preis. Sie betonte: „Gute Gestaltung hat in Hessen schon immer Tradition – genauso wie das Handwerk. Die Landesregierung legt deshalb besonderen Wert auf die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit dem Hessischen Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk zeichnen wir besonders schöpferische Gestaltungen im Handwerk aus.“ Weyland dankte dem Hessischen Wirtschaftsministerium für die Auslobung des Preises sowie der vierköpfigen ehrenamtlichen Fachjury. An die Preisträger gerichtet sagte sie: „Mit Ihren beeindruckenden Werken haben Sie Ihre schöpferische Kreativität und Ihr fachliches Können unter Beweis gestellt. Meine Gratulation zu dieser Leistung, ich freue mich mit Ihnen über diese hohe Auszeichnung!“

Als weitere Redner begrüßte die Messe Frankfurt Uwe Becker, Bürgermeister und Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt, sowie Dr. Christianne Weber-Stöber, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V. und Leiterin des Deutschen Goldschmiedehaus Hanau.

1. Preis: Hubert Steffe

Die Jury zeichnete den Holzgestalter und gelernten Tischler Hubert Steffe aus Bremen mit dem ersten Preis aus. Seine Schneidbretter aus robustem Hirnholz sind zugleich sinnliches Objekt als auch funktionales Arbeitsgerät für den Alltag. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schneidebrettern behalten sie auch nach langer Nutzung ihre Schönheit. Die Jury begründet ihre Entscheidung so: „Er beherrscht auf beeindruckende Weise sein Handwerk – die präzise Schreinertechnik und den souveränen Umgang mit Maserung und Farbe. Hier findet Kunst und Handwerk im besten Sinne statt.“

2. Preis: Manfred Braun
Der zweite Preis geht an Manfred Braun für seine ebenso edlen wie zeitlosen Leuchtobjekte. Der gelernte Töpfer aus Dannenfels gestaltet seine Arbeiten aus Tonplatten, die durch unzählige feine Bohrungen zum Leuchten gebracht werden. Die Jury lobte die „angenehme, meditative Wirkung dieses Lichtes. Die Leuchte kann als reines Objekt für sich stehen und vermittelt trotz der Schwere des Materials eine filigrane Leichtigkeit.“

Förderpreis: Mareike Beer
Mit einem der beiden Förderpreise ehrt die Jury Mareike Beer und ihre von der Natur inspirierten Schmuckstücke. Die Arbeiten der Metallgestalterin und Schmuckdesignerin aus Bissendorf/Osnabrück überzeugten die Jury „durch ihr elegantes, pures Design und die zurückgenommene Farbgestaltung. In ihren Schmuckstücken fängt sie die Symbolik der Kräuter und der heimischen Pflanzenwelt ein. Auf diese künstlerische Art zeigt sie die Schönheit der Natur und deren Formenreichtum im ständigen Wandel von Leben und Vergehen.“

Förderpreis: Saerom Kong
Ein weiterer Förderpreis geht an Saerom Kong aus Seoul/Südkorea und ihre Schmuckstücke aus natürlichen Materialien. Die Jury formuliert ihre Begründung so: „Ein profanes Alltagsprodukt – Reis – wird in den Arbeiten von Saerom Kong in wertige Schmuckstücke transformiert. Es ist ein junges, freches Design, mit einem Materialmix aus Koralle, Reis, Holz und Silber. Sie spielt mit dem Material – mal zurückhaltend, mal mutig und setzt Farben stilbildend ein.“

Der Hessische Staatspreis
Der Hessische Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk wurde 1951 als erster Staatspreis in Deutschland auf Anregung von Kunsthandwerk Hessen e. V. vom damaligen Hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn gestiftet. Er wird traditionell im Rahmen der Frankfurter Konsumgütermesse Tendence verliehen.

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Tendence – internationale Fachmesse für Konsumgüter
Die Tendence (24. bis 27. Juni 2017) ist die internationalste Orderplattform Deutschlands für die zweite Jahreshälfte. Das umfassende Produktportfolio setzt sich aus den Bereichen Wohnen, Einrichten, Dekorieren, Geschenkartikel, Schmuck, Fashionbedarf, Gedeckter Tisch, Küche, Heimtextilien und Outdoor zusammen. Händler erhalten vielfältige vertriebsunterstützende Impulse auf inszenierten Ausstellungsflächen und durch ein leistungsstarkes Rahmenprogramm. Starke Marken und Multiplikatoren nutzen die Neuheitenplattform zur Präsentation von Winter- und Weihnachtstrends. Gleichzeitig bieten sie dem großvolumigen internationalen Handel Gelegenheit auf zeitige Order für Frühjahrs- und Sommerkollektionen.


Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Mehr als 2.300 Mitarbeiter an rund 30 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von annähernd 647 Millionen Euro. Mittels tiefgreifender Vernetzung mit den Branchen und einem internationalen Vertriebsnetz unterstützt die Unternehmensgruppe effizient die Geschäftsinteressen ihrer Kunden. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau, Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.
Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com

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