Überspringen
Alle Pressemeldungen

Messe im Wandel: Aufträge werden zunehmend nach der Veranstaltung platziert

23.05.2019

Ordermessen, wie man sie von früher kennt, verändern durch die digitalen Möglichkeiten ihre Funktion. So werden Messen heute stärker für die nachhaltige Vernetzung, den Vertrauensaufbau für eine längerfristige Zusammenarbeit oder, um die Produkte mit allen Sinnen zu erleben, genutzt. Die Ordertätigkeit während der Messe rückt vermehrt in den Hintergrund und findet zunehmend erst im Anschluss an die eigentliche Messe statt. Das ist auch bei Ausstellern der Tendence in steigendem Maße zu beobachten.

Als traditionsreiche Messe ist die Tendence, die dieses Jahr vom 29. Juni bis 1. Juli in Frankfurt stattfindet, ein wesentlicher Ankerpunkt im Geschäftsjahr vieler Aussteller und Besucher. Die Veranstaltungsformate wandeln sich seit einigen Jahren weg von klassischen Ordermessen hin zu Branchenevents. Neben Produktneuheiten und kreativen Impulsen finden Besucher ein vielfältiges, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Rahmenprogramm. Die Tendence hat deswegen in den letzten Jahren das Rahmenprogramm mit der Academy ausgebaut. Aber auch mit vielen weiteren Formaten wie den Talents, dem Concept Store, dem Village oder Paper & Friends, um die passenden Angebote für das richtige Messeerlebnis zu schaffen. Hinzu kommt noch das Programm in den verschiedenen Marktwelten. Geordert wird natürlich weiterhin – allerdings vermehrt im Anschluss an die Messe. „Bei früheren Messen konnte man das Messeergebnis anhand des Umsatzes am Abend des letzten Messetages beurteilen. Dies ist bei den jetzigen Messen nicht mehr möglich. Außer den direkt geschriebenen Aufträgen hat nun auch die Quantität und Qualität der Besucher und der geführten Gespräche an Bedeutung gewonnen. Das Orderverhalten der Besucher hat sich verändert, die Messen dienen heutzutage auch zur Information über das Marktgeschehen und dem fachlichen Austausch mit Ausstellern und anderen Messebesuchern. Die Aufträge werden häufiger als zuvor zu einem späteren Zeitpunkt platziert, sei es über einen B2B-Shop, den Außendienst oder im Showroom. Ein Messebesuch wird jedoch für den Handel auch durch E-Business und Marktveränderungen unabdingbar bleiben. Die Inszenierungen, Sonderplatzierungen, die Haptik der Ware, ein Überblick über tausende Produkte und verschiedenste Trends müssen vor Ort erlebt werden“, so Heinz J. Saller, Geschäftsführer bei Casablanca Bocholt.

Aussteller und Besucher beim Netzwerken auf der Tendence.
Aussteller und Besucher beim Netzwerken auf der Tendence.

Auch Jan Philippi, Inhaber von Philippi, spürt einen Wandel im Messegeschäft: „Unsere Messpräsenz sowohl im In- als auch im Ausland ist sehr hoch. Das wird auch in Zukunft so bleiben, da eine Messe immer noch die beste Plattform ist, mit seinen Kunden ins Gespräch zu kommen. Wir erhalten wichtige Rückmeldungen zu unserem Sortiment, können die Kundenbeziehung stärken und vor allem Neukunden generieren. Das Ordergeschäft hat sich in den letzten 20 Jahren sehr verändert. Die Beratung und Präsentation hat an Bedeutung zugenommen. Es ist wichtig, den Kunden immer wieder etwas Neues anzubieten oder sie auch mal zu überraschen. Die Konkurrenz ist groß und wir wollen uns von der Masse abheben.“

Das Orderverhalten hat sich nicht nur in Bezug auf den Zeitpunkt verändert. Die Themen Nachhaltigkeit und Qualität werden für die Einkäufer zunehmend wichtiger. „Das Orderverhalten unserer Kunden hat sich insofern verändert, dass sich der Fachhandel wieder bei nachhaltig wertvollen Herstellern bewegt. Die Kunden suchen nach Marken, welche sich innerhalb ihrer Industrie und ihres Produktportfolios auskennen und bedienen sich weniger Gemischtwarenläden, welche die qualitativ unspektakulären Massenproduktionen aus Asien importieren sowie von allem etwas haben. Der Zeitgeist steht im Zeichen von Qualität und Fair Trade. Der Endverbraucher kauft lieber ein Teil weniger aber dafür das Besondere wie nachhaltig ökologische Produkte. Da PAD neben Good Weave und Ökotex-zertifizierten Produkten besonders zu jeder Saison bis zu 70 Prozent Neuheiten als Trendmacher am Markt platziert, dabei Artikel wie Kissen und Decken neben dem Trendkonzept besonders in der Haptik fühlbar sein müssen, ist eine Herbstmesse wie die Tendence für uns nicht wegzudenken. Wir arbeiten in einer wundervollen Industrie, mit welcher sich jeder Endverbraucher, allein wenn er aufsteht und ein Handtuch anfasst, täglich auseinandersetzt und es als selbstverständlich erkennt, wie das Wasser, welches aus der Brause kommt. Diesen Alltag durch nachhaltige Qualität und individuellen Lifestyle wertvoller machen zu dürfen erkenne ich als Geschenk meines persönlichen Arbeitsalltages“, so Michael Rossmann von Pad home design concept.

Der im Februar 2019 bekannt gegebene digitale Marktplatz Nextrade setzt genau an der Veränderung des Orderverhaltens an. Mit diesem zusätzlichen Serviceangebot für Aussteller und Besucher geht die Messe Frankfurt in Zukunft einen wichtigen Schritt in Richtung verlängerte Messe: 365 Tage im Jahr ordern. Nextrade ist ein einheitliches, digitales Order- und Datenmanagement für Lieferanten und Händler in nur einem System. Bestellungen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich und die Lieferanten pflegen die Daten ihrer Artikel auf dem Marktplatz in einen jeweils eigenen Webshop ein. Hier ergänzt eine digitale Plattform perfekt und gezielt im Sinne beider Marktseiten den Messebesuch und unterstützt Besucher bei der neuen Dimension des Orderns. Wie das ganze funktioniert, zeigt eine Pilotversion des digitalen Marktplatzes Nextrade auf der Tendence in Halle 8.0 am Stand D10.

Die Tendence 2019 findet vom 29. Juni bis 1. Juli 2019 statt.

Tendence – Ideen für die Zukunft des Handels kombiniert mit den Must-Haves der Saison

Konsequent nach Handelsformen, Lebensstilen und Zielgruppen gegliedert, orientiert sich die Tendence (29. Juni bis 1. Juli 2019) an den Bedürfnissen der Konsumenten. Damit können Händler zielgerichtet ihre Sortimente zusammenstellen und es im Geschäft so umsetzen, wie es vor Ort den Geschäftserfolg sicherstellt. Als Fachmesse für Konsumgüter zeigt sie die aktuellen Trends und Produkte für das Einrichten, Dekorieren, Schenken, beim Schmuck, Fashionbedarf und Genießen. Händler erhalten vielfältige vertriebsunterstützende Impulse und konkrete Unterstützung durch ein leistungsstarkes Rahmenprogramm. Die Tendence ist die Neuheitenplattform zur Präsentation von Winter- und Weihnachtstrends. Gleichzeitig bietet sie Gelegenheit auf zeitige Order für Frühjahrs- und Sommerkollektionen.

 

Ins Netz gegangen
Weitere Informationen sowie Bildmaterial in druckfähiger Qualität finden Sie unter: www.tendence.com/journalisten.

#tendence19
www.twitter.com/tendencefair
www.facebook.com/tendencefair

 

Hintergrundinformation Messe Frankfurt
Messe Frankfurt ist der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände. Mehr als 2.500* Mitarbeiter an 30 Standorten erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 715* Millionen Euro. Mittels tiefgreifender Vernetzung mit den Branchen und eines internationalen Vertriebsnetzes unterstützt die Unternehmensgruppe effizient die Geschäftsinteressen ihrer Kunden. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kunden weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Die Servicepalette reicht dabei von der Geländevermietung über Messebau und Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.
Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com

* vorläufige Kennzahlen 2018

Die Messe Frankfurt verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Besuchserlebnis bieten zu können. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen